30. April 2026

Vernehmlassungsantwort - Weniger Hürden für Wärmeverbunde und Stromspeicher

Die aeesuisse beider Basel begrüsst die vorgeschlagene Änderung des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes zur besseren Umsetzung von Wärmeverbunden und Stromspeichern ausdrücklich. Die Anpassung ist ein wichtiger Schritt, um erneuerbare Wärmeinfrastrukturen schneller und verlässlicher realisieren zu können.

Hintergrund  der Vernehmlassung war eine Motion unserer Vizepräsidentin Désirée Jaun. Mit ihrem Vorstoss hat sie gezielt auf ein zentrales Umsetzungsproblem der Energiewende aufmerksam gemacht: Heute scheitern viele Wärmeverbundprojekte nicht an der Technik oder am wirtschaftlichen Interesse, sondern an komplexen und langwierigen raumplanerischen Verfahren.

Als Organisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzt sich die aeesuisse beider Basel seit Jahren für praktikable und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen ein. Der nun vorgeschlagene Abbau raumplanerischer Hindernisse ist aus unserer Sicht ein wichtiger Hebel, um die Energiewende im Kanton konkret voranzubringen.

In der Praxis führen die bestehenden Vorgaben zu aufwendigen Zonenplanrevisionen mit hoher Einspracheanfälligkeit. Dies verursacht Verzögerungen, Mehrkosten und Rechtsunsicherheit und hemmt dringend benötigte Investitionen in erneuerbare Wärmeversorgung. Die energie und klimapolitischen Ziele des Kantons lassen sich unter diesen Bedingungen nur schwer erreichen. Die geplante Gesetzesänderung schafft hier Abhilfe.

Besonders positiv ist auch, dass die Vorlage Stromspeicher für lokale Stromerzeugungsanlagen miteinbezieht. Dezentrale Speicher sind ein zentraler Baustein für die Integration erneuerbarer Energien. Sie erhöhen die Systemflexibilität, stärken die Versorgungssicherheit und entlasten die Netze. In Kombination mit lokalen Energiegemeinschaften können sie zudem die Akzeptanz der Energiewende erhöhen.